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GastroFrühling 2018 - Feuerhof: Eine vielfältige Plattform für Gemeinschaft und Kultur

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Demonstration der Wirte des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach gegen Bürokratie beim GastroFrühling in München

Am 23. April versammelten sich die Wirte des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach gemeinsam mit anderen bayerischen Gastwirten in München, um gegen die zunehmende Bürokratisierung und für den Erhalt der traditionellen Wirtshauskultur zu demonstrieren. Die Veranstaltung fand im Rahmen des "GastroFrühling" im Hippodrom statt und setzte ein klares Zeichen gegen die erdrückende Regulierungsflut, die insbesondere kleinere Wirtshäuser vor existenzielle Herausforderungen stellt.

Belastung durch Bürokratie
Angela Inselkammer, die Vorsitzende des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, brachte die Problematik auf den Punkt. "Im Laufe der Jahre hat sich halt ein Berg an Dokumentationspflichten, an Verordnungen aufgetürmt, der es einem kleineren Wirt vor allem nicht mehr möglich macht, seinem Geschäft nachzugehen. Wir haben bei einer Erhebung festgestellt, dass ein Wirt 13 Stunden aufwenden muss, in der Woche, um alle Dokumentationen, die gefordert sind, gut auszuführen," erklärte sie. Diese Zusatzbelastung sei für viele Betriebe kaum noch zu stemmen und treibe zahlreiche traditionelle Gasthäuser in die Aufgabe.

Wirtshaussterben in Bayern
Die Auswirkungen dieser Entwicklung sind alarmierend: In rund 500 bayerischen Gemeinden gibt es bereits kein Wirtshaus mehr. Die Demonstranten machten deutlich, dass diese Entwicklung nicht nur wirtschaftliche, sondern auch gesellschaftliche Folgen hat. Wirtshäuser sind oft der Mittelpunkt des dörflichen Lebens und dienen als soziale Treffpunkte. Das zunehmende Wirtshaussterben bedroht daher nicht nur Existenzen, sondern auch die bayerische Kultur und Tradition.

Politische Reaktionen
Die Demonstration fand auch auf politischer Ebene Gehör. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war ebenfalls anwesend und erkannte die Herausforderungen der Branche an. In seiner Rede kündigte er ein Investitionsprogramm in Höhe von 30 Millionen Euro an, um die heimische Gastronomie zu unterstützen. Ob diese Mittel ausreichen werden, um die grundlegenden Probleme zu lösen, bleibt jedoch abzuwarten.

Fazit
Die Demonstration in München war ein deutliches Signal an die Politik, die steigende Bürokratielast für Gastronomen ernst zu nehmen und Maßnahmen zur Entlastung zu ergreifen. Ohne spürbare Verbesserungen könnte das bayerische Wirtshaussterben weiter voranschreiten und ein bedeutendes Stück bayerischer Identität verloren gehen.

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